Duo in RE


Anja Engelberg - Viola da gamba
Přemek Hájek - Theorbe, Barockgitarre

Kontakt:

+49 (0) 176 386 00 166
info@duoinre.de
Programme
"Die Magie der siebten Saite"
Barockmusik aus Frankreich für Viola da gamba, Theorbe und Barockgitarre
Werke von Marin Marais (1656-1728), Antoine Forqueray (1672-1745), Jacques Morel (ca.1690-1740) u.a.

Ein lebhaftes und abwechslungsreiches Programm mit Werken der großen französischen Gambenvirtuosen zur Blütezeit der Viola da gamba in Frankreich.

Marin Marais war ein Publikumsliebling. Ganz in der französischen Tradition schrieb er elegante Tanzsuiten mit eingängigen Melodien sowie durch Virtuosität und spezielle Effekte beeindruckende Charakterstücke.
Ein wahres Feuerwerk wird bei den „Folies d'Espagne" entzündet: Von den mitreißenden Variationen überrascht jede einzelne mit neuen Einfällen, bezaubernden Details, schwungvollen Melodien und faszinierenden Rhythmen!

Marais gegenüber steht Antoine Forqueray: Er ließ sich von der gerade modern und beliebt werdenden italienischen Musik inspirieren. Diese Musik war extrem virtuos, gefühlsbetont, ausdrucksstark und nicht immer nur schön und elegant…! Dieser besondere Kompositionsstil Forquerays bescherte ihm den Ruf, wie ein „Teufel" auf der Viola da gamba zu spielen, wohingegen Marais wie ein „Engel" spiele.

Neben der quirligen Barockgitarre mit ihrem spanischen Flair wird in diesem Programm auch die Theorbe als Begleitinstrument verwendet.
„Esperanto“
Barockmusik aus Europa für Viola da gamba, Theorbe und Barockgitarre
Werke von Chr. Simpson (um 1605-1669), G.Ph. Telemann (1681-1767), D. Ortiz (um 1510-um 1570), G. Kapsberger (um 1580-1651)

Eine Sprache, in der sich alle Menschen verständigen können – das ist ein lange gehegter Wunsch vieler Menschen. Die Musik, oft als universelle Sprache bezeichnet, macht es auf einer bestimmten Ebene möglich ohne Worte miteinander zu kommunizieren.

Die Gambenmusik verbreitete sich in Europa von Spanien aus. Hier beginnt auch das Konzert: Diego Ortiz schrieb für die Gambe flotte, mitreißende Improvisationen über sogenannte „canto llano“. Aber auch melancholische Melodien über einen fast meditativen Bass versetzen die Zuhörer in eine andere Welt. Die schillernde, exotische Atmosphäre eines lauen südländischen Sommerabends kommt auf.

Christopher Simpson in England begeisterte sich ebenso für Variationen über ein Bassthema. Einhundert Jahre später als Ortiz schrieb er - auf englische Weise - „Divisions to a ground“.

Deutschland wird durch eine Sonate von Georg Philipp Telemann vertreten: Die abwechslungsreiche Komposition vereint Einflüsse aus Italien und Frankreich zu einem schließlich typisch deutschen Stil.

Giovanni Girolamo Kapsberger war ein italienischer Lautenist deutscher Abstammung. In Rom feierte der „nobile alemanno“ große Erfolge.

Die nach italienischem Vorbild gebaute 6-saitige Viola da gamba kommt in diesem Programm zum Einsatz. Durch die typische Bauweise, die mehr an ein Cello erinnert, unterscheidet sich der Klang deutlich von dem der französischen Bassgambe.
„Sonate ô Partite“
Deutsche Barockmusik für Viola da gamba, Theorbe und Barockgitarre
Werke von G.Ph. Telemann, J. Schenk, A. Kühnel, G. Finger

Die Musik vergangener Epochen ist ein wichtiger Teil unserer kulturellen Wurzeln. Uns bewegen heute dieselben Gefühle und Lebensthemen wie die Menschen damals. Dadurch können wir beim Spielen oder Hören von Barockmusik etwas Besonderes erleben: Das Gefühl, dass wir Teil innerhalb eines großen Kontextes sind. Es ist wertvoll, dass uns diese Musik überliefert ist und wir sie heute zum Klingen bringen können.

Das Programm „Sonate ô Partite“ beschäftigt sich vor allem mit deutscher Barockmusik. Auf dem Programm stehen u.a. eine abwechslungsreiche Sonate von Georg Philipp Telemann, eine eingängige Chaconne von Johann Schenk, eine Suite von Tanzsätzen von August Kühnel sowie die mitreißenden „Folies d‘Espagne“ des französischen Komponisten Marin Marais.