Duo in RE
Barockmusikensemble
Ein lebhaftes und abwechslungsreiches Programm mit Werken der großen französischen Gambenvirtuosen zur Blütezeit der Viola da gamba in Frankreich.

Marin Marais war ein Publikumsliebling. Ganz in der französischen Tradition schrieb er elegante Tanzsuiten mit eingängigen Melodien sowie durch Virtuosität und spezielle Effekte beeindruckende Charakterstücke.
Ein wahres Feuerwerk wird bei den „Folies d'Espagne" entzündet: Von den mitreißenden Variationen überrascht jede einzelne mit neuen Einfällen, bezaubernden Details, schwungvollen Melodien und faszinierenden Rhythmen!

Marais gegenüber steht Antoine Forqueray: Er ließ sich von der gerade modern und beliebt werdenden italienischen Musik inspirieren. Diese Musik war extrem virtuos, gefühlsbetont, ausdrucksstark und nicht immer nur schön und elegant…! Dieser besondere Kompositionsstil Forquerays bescherte ihm den Ruf, wie ein „Teufel" auf der Viola da gamba zu spielen, wohingegen Marais wie ein „Engel" spiele.

Neben der quirligen Barockgitarre mit ihrem spanischen Flair wird in diesem Programm auch die Theorbe als Begleitinstrument verwendet.
PROGRAMME
Die musikalische Reise in diesem Konzert beginnt in Delmenhorst. Hier wurde 1645 der Gambist August Kühnel geboren. Silvius Leopold Weiß, der in Dresden als Kammerlautenist am Hof des Kurfürsten angestellt war, und Gottfried Finger, der in Olmütz nahe Brünn das Licht der Welt erblickte, sind weitere Stationen in diesem Konzertprogramm.

Ein Höhepunkt ist die hochvirtuose anonyme Sonate für Viola da gamba, die in einer Bibliothek in Kremsier gefunden wurde.

Chaconnen und Variationen über ein sich wiederholendes Thema sind eine beliebte Form in dieser Musik.

Dieses bunte Programm bietet sowohl prächtige virtuose Musik, die alle Möglichkeiten der Gambe voll ausschöpft, als auch sehr ruhige, intime Musik, die durch die besondere Farbe der Barocklaute unterstrichen wird.
"Die Magie der siebten Saite"
Barockmusik aus Frankreich für Viola da gamba, Theorbe und Barockgitarre
Werke von Marin Marais (1656-1728), Antoine Forqueray (1672-1745), Jacques Morel (ca.1690-1740) u.a.
„...zwischen Delmenhorst und Brünn"
Deutsche und tschechische Barockmusik
für Viola da gamba, Barocklaute und Barockgitarre
"Engel und Teufel" (als Trio in RE mit Claas Harders)
Virtuose Gambenmusik in Versailles
Werke von Marin Marais (1656-1728), Antoine Forqueray (1672-1745),
François Couperin (1668-1733), Joseph Bodin de Boismortier (1689-1755)
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Marin Marais, der große Könner auf der Viola da gamba am Hof des Sonnenkönigs, wusste genau, was dieses Instrument so besonders macht. Auf beeindruckende Weise verbindet er klangvolle Akkorde mit feinen, verzierten Melodien. Sein „Rivale", der Gambist Antoine Forqueray, orientierte sich stärker an der italienischen Musik und versetzte mit extremer Virtuosität sowie unerwarteten Harmonien das Publikum in Staunen.

Auch François Couperin, von den Franzosen selbst anerkennend „le Grand" genannt, wird nicht zuletzt aus Anlass seines 350. Geburtstages mit einer seiner zwei Suiten für Viola da gamba und Bass zu hören sein. Diese Stücke gelten unter Gambisten als das Schönste, was in Frankreich für Gambe geschrieben worden ist.

Für klangliche Abwechslung sorgen träumerische Musik von Charles Hurel für Theorbe solo und klangsinnliche Duette für zwei Bassgamben von J.B.Boismortier.

Gönnen Sie sich eine Auszeit vom Alltag und tauchen Sie ein in die beeindruckende Klangwelt Frankreichs um 1700.